Was tun, wenn Ihr Antrag auf Berufsunfähigkeitsversicherung abgelehnt wurde

02.06.2018 | Versicherungsrecht

Um ihren Lebensunterhalt abzusichern schließen viele Leute eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab.

In etwa ein Drittel der Fälle verweigern die Versicherer allerdings die Zahlung einer BU-Rente. Im Falle einer psychischen Krankheit sind es sogar etwa zwei Drittel.

Sie müssen sich allerdings nicht mit einer Ablehnung der Versicherung zufrieden geben, denn diese ist oft falsch und sollte überprüft werden. In vielen Fällen basiert die Ablehnung auf der Begründung, dass der Nachweis nicht erbracht sei.

Oftmals liegt dies an den behandelnden Medizinern. Da diese nicht den genauen Vertragsinhalt kennen entspricht die Begründung oft nicht der Anforderung des Versicherers.

Die 4 Tricks der Versicherer

Trick 1

Wenn eine Person nur maximal zur Hälfte ihren bisherigen Beruf ausüben kann, dann gilt eine Person als berufsunfähig. An diesem Prozentsatz zweifeln die Versicherer oft und verweigern sich deshalb, die BU-Rente zu bezahlen. Auch wird regelmäßig die Krankheit an sich bezweifelt. Vor allem bei psychischen Erkrankungen wie z. B. Depression oder dem Burn-Out wird dies bezweifelt.

Trick 2

Ein weiterer Grund für die Anfechtung von Verträgen seitens der Versicherung ist die arglistige Täuschung. In solchen Fällen bezweifelt die Versicherung, dass bei Vertragsabschluss wahrheitsgemäße Angaben gemacht wurden (beispielsweise die Verschweigung von Vorerkrankungen). Hier reichen schon verschwiegene Angaben wie Heuschnupfen aus, selbst wenn diese nichts mit der Arbeitsunfähigkeit zu tun haben. Wenn die Vertragsanfechtung erfolgreich ist, muss der Versicherer nicht zahlen.

Trick 3

Es kann sich als Nachteil herausstellen, denn dem Versicherungsunternehmen die Einwilligung erteilt wird, dass dem Krankenversicherer durch die Ärzte sämtliche Krankheitsdaten übermittelt werden dürfen. Die Versicherer wissen genau, wo sie in den Krankenakten suchen müssen und der Versicherte weiß meist nicht, welche handschriftlichen Notizen und Verdachtsdiagnosen sich in ihren Akten befinden. Mit diesem Wissen können die Versicherungsunternehmen die Zahlung der BU-Rente verweigern.

Trick 4

Durch sogenannte „abstrakte Versicherungsklauseln“ können die Versicherer von den Versicherten verlangen, andere, ähnliche Tätigkeiten beruflich auszuüben (beispielsweise einfache Bürotätigkeiten). Es spielt hierbei keine Rolle, ob es dem Versicherten überhaupt möglich ist, eine Anstellung in diesen Bereichen zu finden. Die Tatsache alleine, dass der Versicherte eine andere Tätigkeit ausüben könnte, reicht, um keine BU-Rente auszahlen zu müssen.

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