BU-Rente bei psychischer Erkrankung

03.04.2019 | Versicherungsrecht

Psychische Erkrankung und Berufsunfähigkeit

Burn-out ist den meisten medizinischen Experten zufolge, keine gesicherte medizinische Diagnose. Dennoch kann auch ein Burn-out zur Berufsunfähigkeit führen. Anhaltender Stress und Überbelastung führen zur völligen emotionalen Erschöpfung des Betroffenen. Weitere Symptome sind Schwächegefühle, Kraftlosigkeit, Müdigkeit und Antriebslosigkeit.

Depression ist eine weitere häufige Ursache für Berufsunfähigkeit. Eine Berufsunfähigkeitsrente zu erhalten, wenn eine psychische Erkrankung vorliegt, ist wesentlich schwerer als bei körperlichen Leiden. Das ist hauptsächlich der Tatsache geschuldet, dass körperliche Leiden einfacher zu diagnostizieren und festzustellen sind, als psychische Leiden.

Die Zahl der Fälle, in denen eine Berufsunfähigkeit aufgrund einer psychischen Erkrankung eintritt, steigt stetig an. Im Jahr 2015 waren es noch 28 % aller Fälle in denen Berufsunfähigkeitsrente gezahlt wurde, im Jahr 2017 schon über 31 %.

Folgende Tipps können die Anerkennung einer Berufsunfähigkeit bei psychischen Erkrankungen verbessern:

1. Attest vom Facharzt verbessert die Chancen

Grundsätzlich kann auch der Hausarzt oder der Psychotherapeut ein Attest für eine psychische Krankheite ausstellen. Diese werden aber anders bewertet, als Atteste vom Facharzt. Die Chancen für eine Anerkennung der Berufsunfähigkeit steigen erheblich, wenn Sie ein Attest eines Neurologen oder Psychiaters, vorlegen können.

2. Auch ein Klinikaufenthalt verbessert die Chancen

Durch eine stationäre Behandlung in einem Krankenhaus oder durch die Teilnahme einer Reha-Maßnahme, selbst wenn es sich nur um eine teilstationäre Behandlung wie beispielsweise eine Tagesklinik handelt, steigen Ihre Chancen auf die Anerkennung der Berufsunfähigkeit ebenfalls. Besonders, wenn dem Betroffenen in Attesten eine solche stationäre Behandlung empfohlen wird und diese Maßnahme dann nicht wahrgenommen wird, verweigern viele Versicherungsunternehmen die Anerkennung. Sie verweisen darauf, dass durch einen stationären Aufenthalt möglicherweise eine Heilung der psychischen Krankheit oder zumindest eine Besserung des Zustandes erreicht werden könnte.

3. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen:

Gerade Selbstständige verzichten oft auf „Krankschreibungen“ vom Hausarzt, weil sie als Selbstständige nichts damit anfangen können. Dennoch sollten Sie die Möglichkeit der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wahrnehmen und diese dann sorgfältig aufbewahren. Eine längere Arbeitsunfähigkeit kann zumindest ein gewichtiges Indiz für eine Berufsunfähigkeit sein.

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